Wolfenbütteler Übersetzergespräche
Erlanger Übersetzerwerkstatt


Diese Website informiert über die Aktivitäten rund um die Wolfenbütteler Übersetzergespräche und die Erlanger Übersetzerwerkstatt. Sie dient vor allem zur Orientierung über Konzept und Tradition dieser Veranstaltungsreihe. Im Jahr 2000 wurden die Wolfenbütteler Übersetzergespräche vom Lyriker und Übersetzer Peter Waterhouse ins Leben gerufen, seit 2004 leitet der Romanist Adrian La Salvia die Gespräche.

Die Wolfenbütteler Übersetzergespräche sind ein Forum, um über Gedichte, Prosa und ihre Übersetzungen zu sprechen. Sie stoßen auf zunehmend größere Resonanz und finden 2009 zum neunten Mal statt. Für den Literaturkritiker Michael Braun gehören sie bereits zu den "wenigen literarischen Orten", an denen man "konzentriert über Poesie und Übersetzung sprechen kann".

Seit dem Jahr 2004 werden die Impulse der Wolfenbütteler Übersetzergespräche im Rahmen des Erlanger Poetenfests fortgesetzt und sind auf diese Weise für eine breite Öffentlichkeit zugänglich. Ab 2004 finden jeweils die Klausurtagung in Wolfenbüttel und die Erlanger Übersetzerwerkstatt im Wechsel statt.

Erträge der Übersetzergespräche dokumentieren die Bände von Olaf Kutzmutz & Peter Waterhouse (Hg.): Halbe Sachen. Wolfenbüttel 2004 / Olaf Kutzmutz & Adrian La Salvia (Hg.): Halbe Sachen. Wolfenbüttel 2006.

Bisher nahmen an den Gesprächen teil:

Helen Zhang, Vincent von Wroblewsky, Uljana Wolf, Ernest Wichner, Simon Werle, Anne Weber, Peter Waterhouse, Jan Wagner, Hans J. Vermeer, Peter Urban, Wolfgang Tschöke, Ilija Trojanow, Erika Tophoven, Rosemarie Tietze, Sigurbjörg Thrastardóttir, Maria Antonietta Terzoli, Yoko Tawada, Suleman Taufiq, Uda Strätling, Ulf Stolterfoht, Michael Stavarič, Tzveta Sofronieva, Farhad Showgi, Nermin Sharkawi, Christa Schuenke, Raoul Schrott, Andrea Schneider-Soltanianzadeh, Rainer G. Schmidt, Wolfgang Schlüter, Gundula Schiffer, Thomas Schestag, Monika Rinck, Luigi Reitani, Friedhelm Rathjen, Ilma Rakusa, Mirjam Pressler, Theresia Prammer, Steffen Popp, Yüksel Pazarkaya, Oskar Pastior, Claudia Ott, Carol O’Sullivan, Sabine Nunius, Alexander Nitzberg, Kimiko Nakayama-Ziegler, Hans-Ulrich Möhring, Maralde Meyer-Minnemann, Nora Matocza, Olga Martynova, Kristof Magnusson, Klaus-Jürgen Liedtke, Barbara Leß-Correia Mesquita, Gabriele Leupold, Benedikt Ledebur, Susanne Lange, Jürg Laederach, Adrian La Salvia, Olaf Kühl, Wolfgang Kubin, Burkhart Kroeber, László Krasznahorkai, Ina  Koutoulas, Asteris Koutoulas, Hartmut Köhler, Barbara Köhler, Annette Kopetzki, Jan Koneffke, Giselher Klose, Odile Kennel, Heike Kämpf, Oleg Jurjew, Hendrick Jackson, Felix Philipp Ingold, Marcus Ingendaay, Susanne Igler, Susanne Hübner, Ulrich Horstmann, Angelika Hoch, Marc Hermann, Josef Heinzelmann, Herbert Heinzelmann, Urs Heftrich, Martin Hainz, Frank Günther, Katrin Grünepütt, Dorothea Grünzweig, Brigitte Große, Hanns Grössel, Ursula Gräfe, Matthias Göritz, Georges-Arthur Goldschmidt, Angelika Gillitz-Acar, Hartmut Geerken, Zsuzsanna Gahse, Heike Flemming, Gerhard Falkner, Elke Erb, Urs Engeler, Ute Eisinger, Ralph Dutli, Ulrike Draesner, Michael Donhauser, Róža Domašcyna, Paul Derouet, Doreen Daume, Carsten Dane, Franz Josef Czernin, Friederike von Criegern, Isabel Cole, Steffi Chotiwari-Jünger, Jo Catling, Joachim Büthe, Wolfgang Butt, Thomas Brovot, Michael Braun, Mirko Bonné, Hartmut Bobzin, Susanne Baghestani, Gábor Altorjay.


Die nächsten Termine:
Wolfenbütteler Übersetzergespräche IX, 5. - 7. November 2012
Erlanger Übersetzerwerkstatt,
24. August 2012

 

Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung

Den ersten Erlanger Übersetzerpreis erhielt Felix Philipp Ingold 2005, ihm folgten:

Georges-Arthur Goldschmidt (2007)

Barbara Köhler und Ulf Stolterfoht (2009)

Elke Erb (2011)

Der nächste "Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung" soll 2012 im Rahmen des 32. Poetenfests verliehen werden.

 

 

 

 

Beiträge der Gespräche sind in folgenden Bänden nachzulesen:

WAT 14
Wolfenbütteler Akademie-Texte, Band 14

Halbe Sachen 
Dokument der 
Wolfenbütteler Übersetzergespräche I-III

Olaf Kutzmutz & Peter Waterhouse
(Hrsg.) 

270 Seiten, DIN A5, ISBN 3-929622-14-9
Preis: 15,90 EUR

Was ist Übersetzen? Jenseits von Wörterbuchgleichungen wie gelb = yellow = jaune ist es, pointiert formuliert, immer schon das Gegenteil der jeweiligen Quellsprache. Das zeigen im Beispiel schon Wortmaterial und Lautlichkeit des Deutschen, Englischen und Französischen. Beim Übersetzen von Gedichten verschärft sich das 'Gegenteilige' von Quell- und Zielsprache – im Geflecht von Metrik, Reim und Melodie herrscht dort die Ausnahme als Regel. Vor allem hier wird der Übersetzer im Sinne von Novalis zum Schöpfer, zum "Dichter des Dichters". Auf dieser Basis wagen die Wolfenbütteler Übersetzergespräche Erkundungen auf dem schwierigen Gelände der Lyrikübersetzung.
Dieser Band dokumentiert die ersten drei Gespräche, die von 2000 bis 2003 an der Bundesakademie für kulturelle Bildung stattgefunden haben. Vertreten sind in dieser Publikation u. a. Peter Waterhouse, Jo Catling, Franz Josef Czernin, Michael Donhauser, Matthias Göritz, Dorothea Grünzweig, Annette Kopetzki, Adrian La Salvia, Benedikt Ledebur, Alexander Nitzberg, Theresia Prammer, Luigi Reitani, Wolfgang Schlüter und Yoko Tawada.

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WAT 24
Wolfenbütteler Akademie-Texte, Band 24

Halbe Sachen 
Wolfenbütteler Übersetzergespräche IV-VI
Erlanger Übersetzerwerkstatt I-II

Olaf Kutzmutz & Adrian La Salvia
(Hrsg.) 

504 Seiten, DIN A5, ISBN 3-929622-24-9
Preis: 19,90 EUR

Zweimal jährlich treffen sich in Wolfenbüttel und in Erlangen literarische Übersetzer, um ihre aktuellen Projekte zu besprechen.
Der vorliegende Band der Reihe HALBE SACHEN versammelt Beiträge der letzten drei Jahre: unveröffentlichte Übersetzungen, Entwürfe und poetologisch reflektierende Texte. Die vierzig Beiträge illustrieren die gesamte sprachschöpferische Vielfalt der Kunst der Übersetzung, die eine Kunst der Differenz ist. Übersetzungen sagen anders Dasselbe. Das Spektrum reicht von den ERZÄHLUNGEN AUS 1001 NACHT bis Samuel Beckett, der in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden wäre.
Die hohe Zahl der Beiträge verdankt sich einer positiven Entwicklung: Das Erlanger Poetenfest ist den Übersetzergesprächen zur zweiten Heimat geworden; seit 2004 finden die Übersetzergespräche zweimal jährlich abwechselnd in Wolfenbüttel und in Erlangen statt. Übersetzungen sind ein fester Bestandteil der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Deshalb ist auch die Anbindung an das Erlanger Poetenfest sehr zu begrüßen.
Darüber hinaus hat die Kulturstiftung Erlangen 2005 den mit 5.000 € dotierten ERLANGER LITERATURPREIS FÜR POESIE ALS ÜBERSETZUNG ausgelobt, der künftig alle zwei Jahre vergeben werden soll. Der Preis will ein Bewußtsein dafür schaffen, wie sehr gerade Übersetzungen die deutschsprachige Gegenwartsliteratur bereichern. Den ersten ERLANGER LITERATURPREIS FÜR POESIE ALS ÜBERSETZUNG erhielt Felix Philipp Ingold für sein Engagement und Gesamtwerk als Übersetzer, Kulturvermittler und wegweisender Theoretiker.
Viele Helfer sind nötig gewesen, um den umfangreichen Werkstattbericht zu ermöglichen. Unser besonderer Dank gilt der STIFTUNG NORD / LB ÖFFENTLICHE sowie dem Kultur- und Freizeitamt Erlangen für die Förderung der Wolfenbütteler Übersetzergespräche und der Erlanger Übersetzerwerkstatt, der KULTURSTIFTUNG ERLANGEN für den ERLANGER LITERATURPREIS FÜR POESIE ALS ÜBERSETZUNG, und natürlich den vielen Autorinnen und Autoren, ohne deren Engagement die Übersetzergespräche undenkbar wären.
Übersetzungen schaffen halbe Wahrheiten. Es gibt keine ganzen, nur die Hoffnung, die alle Übersetzer antreibt, daß die Übersetzung die bessere Hälfte des Originals sei.

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Kontakt:

Adrian La Salvia
Universität Erlangen
Institut für Romanistik
Bismarckstr. 1
91054 Erlangen
anlasalv@phil.uni-erlangen.de

 

Olaf Kutzmutz
Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Postfach 1140
38281 Wolfenbüttel
olaf.kutzmutz@bundesakademie.de

 

Links:

www.bundesakademie.de

www.poetenfest-erlangen.de

www.schauinsblau.de/category/traduko/